Die Stadt Gersfeld und der Rhönklub Zweigverein Gersfeld luden am Jahrestag des Kriegsendes in Europa zur Verlegung von „Stolpersteinen“ vor zwei Häusern ehemaliger jüdischer Mitbürger in den Fliegerstraße und in der Karlstraße ein. Dort lebten die Familien Wahlhaus und Federlein.
Der Organisator Jan Gutermuth hat ausführlich die Schicksale der in der NS-Zeit vertriebenen und getöteten Gersfelder recherchiert und nutzte die Gelegenheit, um die vielfältigen und dramatischen Geschichten hinter den Menschen und deren Gedenksteinen zu erzählen.
Anwesend waren neben der Presse etwas 60 interessierte Bürger, darunter über 20 freiwillige und interessierte Rhönschüler aus den Klassen 6G, 8G, 9Ha, 9G, 10R und 10G. Begleitet wurden diese durch die Lehrkräfte Frau Blenk-Kluba, Herr Heynmöller und Herr Schüler.
Besonders bemerkenswert war die Teilnahme von Nachkommen der betroffenen jüdischen Familien, die zum Teil aus den USA angereist waren.
Insgesamt hat sich damit die Zahl der verlegten Stolpersteine in Gersfeld auf 96 erhöht.

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