Verabschiedung der Abschlussklassen 2026: „Abschied nehmen und in die Zukunft blicken – unter Gottes Segen“

93 Schülerinnen und Schüler der Rhönschule Gersfeld aus den Abschlussklassen der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums wurden verabschiedet.

Nach einem stimmungsvollen, von den Abschlussklassen gestalteten Gottesdienst in der evangelischen Kirche unter dem Motto „Ab-schied nehmen und in die Zukunft blicken – unter Gottes Segen“, erhielten am vergangenen Freitag (19.06.2026) die Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler der Klassen 9Ha (Herr Brähler), 9Hb (Herr Schüler), 10R (Frau Meyer) und 10G (Herr Steinmetz) der Rhönschule Gersfeld im Rahmen einer Entlassfeier in der Schulaula ihre ersehnten Abschlusszeugnisse.
Auch 2026 konnten wieder sehr gute Ergebnisse bei den Abschlussprüfungen erzielt werden (rund 66% qualifizierte Abschlüsse in der Realschule und 50% qualifizierte Abschlüsse in der Haupt-schule). Als Klassenbeste konnten beglückwünscht und ausgezeichnet werden: Mia Schneider 9Ha (1,4), Wendelinus Hartmann 9Hb (1,2), Tom Hofmann 10R (1,7) und Mia Zeller 10G (1,15).

Mit Stolz begrüßte Direktor Marco Schumacher seine Abschlussklassen und schlug zur Begrüßung erst einmal melancholische Worte an: „Wisst ihr noch, wie ihr eingeschult worden seid?“ Daran konnte man sich allseits gut erinnern. Doch so schnell werde man auch nach dem Abgang nicht von der Rhönschule loskommen, die doch gewissermaßen eine Art Schul-Abhängigkeit ausgelöst habe: Rhönschulatmosphäre, subtile Dauerbeeinflussung durch Lehrkräfte, Schulgong und Lautsprecherdurchsagen wie z.B. „Die Klasse 10G bitte zum Hofdienst!“. Diese Eindrücke und andere Spuren der Rhönschule werden die Abgängerinnen und Abgänger ein Leben lang begleiten, seien es gemeinsame Erlebnisse im Klassenverband oder in der Schulgemeinschaft. Und das ist auch gut so.

Nach jedem Rückblick folgt auch ein Ausblick. – Diesen zeichnete Direktor Schumacher mit letzten „Arbeitsaufträgen“ und Ratschlägen für seine Abschlussklassen: Stellt eure aus den Elternhäusern und in der Schule erworbenen Werte und Überzeugungen in den Mittelpunkt eures Handelns („im Sinne eines Wertekompasses“), bleibt standfest, seid mutig und zeigt Haltung.
Wenn ihr euch für bestimmte Berufe und Hobbies entschieden habt, dann gebt euch bitte nicht mit Mittelmaß oder Minimalismus zufrieden, sondern „brennt“ für eure Bereiche. Wir brauchen wieder mehr junge Erwachsene, die etwas erreichen wollen, die Qualität und Service bieten wollen und auf die man sich verlassen kann.
Hierbei gelten Menschlichkeit und Authentizität mehr als Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeit, wobei letztere die Gefahren der heutigen (Medien-)Gesellschaft darstellen. Der Schulleiter ermutigte die Abschlussklassen und appellierte an sie: Gerade in digitalen Zeiten müssen wir Menschen noch deutlicher zeigen, was Menschsein eigentlich ausmacht und was menschliche Qualitäten von künstlichen Intelligenzen unterscheidet. Eine Maschine kann kein Mitgefühl zeigen oder situativ wendig auf den Menschen reagieren, der gerade vor einem steht – ihr als Menschen schon! Ihr seid keine Roboter, sondern Menschen mit Verstand und zusätzlich vor allem mit Herz, mit Gefühl, mit Verständnis und mit Einfühlsamkeit. Kämpft für eine Gesellschaft, die nicht kälter, rauer und unpersönlicher wird, sondern rücksichtsvoller, einfühlsamer und warmherziger. Sprecht bitte von Mensch zu Mensch („Auge in Auge“) und nicht von Maschine zu Maschine. Der Schulleiter schloss seine Rede, indem er an die stetig wiederholte Aussage von Margot Friedländer erinnerte: „Seid Menschen!“

Musikalisch umrahmt wurde die Abschlussfeier von beeindrucken-den Klavierbeiträgen von Ferdinand Polivka (9G) sowie einem Chor aus den Abschlussklassen unter der Leitung von Alexander Farnung-Kutzschbach.
Ein besonderer Dank wurde dann noch an das SV-Team ausgesprochen (Sina Grösch, Leonie Schleicher, Emilia Schmitz, Sarah Ultsch, Raphael Schmitt und Ivo Bub), das über 2 Jahre einen engagierten Einsatz gezeigt und viele Aktionen organisiert hat. Durch diese Aktionen konnten insgesamt knapp 400,- € erwirtschaftet werden, die das SV-Team persönlich als Spende für den Förder-verein dem Schulleiter überreicht hat. Dafür noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an diese engagierte Schülervertretung im Namen des Fördervereins und der Schulleitung der Rhönschule! Ihr habt einen tollen Job gemacht!
Für die Organisation und Mitgestaltung des Gottesdienstes geht ein herzliches Dankeschön an die Religionslehrkräfte Almuth Meyer, Mirjam Lachnitt und Sebastian Brähler sowie den Organisten Alexander Farnung-Kutzschbach.
Abschließend zitiere ich die letzte Äußerung auf dem Begleitheft zum Gottesdienst und schließe mich dieser Einschätzung gerne an:
„Schön war´s!“

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